Hier findest du Geschichten, die zum Nachdenken anregen:

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Die Sieben Weltwunder


Eine Schulklasse wurde gebeten zu notieren, welches für sie die Sieben Weltwunder wären.
Folgende Rangliste kam zustande:

  1. Pyramiden von Gizeh
  2. Taj Mahal
  3. Grand Canyon
  4. Panamakanal
  5. Empire State Building
  6. St. Peters Dom im Vatikan
  7. Grosse Mauer China

Die Lehrerin merkte beim Einsammeln der Resultate, dass eine Schülerin noch am Schreiben war. Deshalb fragte sie das Mädchen, ob sie Probleme mit ihrer Liste hätte. Es antwortete: "Ja. Ich konnte meine Entscheidung nicht ganz treffen.
Es gibt so viele Wunder."
Die Lehrerin sagte:
"Nun, teile uns das mit, was du bisher aufgeschrieben hast und vielleicht können wir dir  ja helfen."
Die Schülerin zögerte zuerst und las dann vor.
"Für mich sind das die Sieben Weltwunder:
1.
Sehen
2. Hören
3. sich Berühren
4. Riechen
5. Fühlen
6. Lachen ...
7. ... und Lieben

Im Zimmer wurde es ganz still.
Diese alltäglichen Dinge, die wir als selbstverständlich betrachten und oft gar nicht realisieren, sind wirklich wunderbar. Die kostbarsten Sachen im Leben sind jene, die nicht gekauft und nicht hergestellt werden können.
                                                       
Geschichten zum Nachdenken aus:  www.lichtkreis.at

 

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Die Geschichte vom Seepferdchen

 

Es war einmal ein Seepferdchen, das eines Tages seine letzten Euro nahm und auszog, um in der Ferne sein Glück zu suchen.

 

Es war noch gar nicht weit gekommen, da traf es einen Aal, der neugierig fragte: „Psst, hallo, Kumpel, wo willst du denn hin?“

 

„Ich weiß es nicht so genau. Ich bin unterwegs, mein Glück zu suchen“, antwortete das Seepferdchen.

 

„Da hast du es ja gut getroffen“, meinte der Aal, für 10 Euro kannst du diese schnelle Flosse haben. Damit kommst du viel besser und schneller voran!“

 

 

„Ei, das ist ja prima!“, sagte das Seepferdchen, bezahlte, zog die Flosse an und glitt mit doppelter Geschwindigkeit von dannen!“ Bald kam es zu einem Schwamm der fragte: „Psst, Kumpel, wo willst du denn hin?“

 

„Keine Ahnung, aber ich bin unterwegs, mein Glück zu suchen“, antwortete das Seepferdchen.

 

„Da hast du es ja gut getroffen“, für 15 Euro überlasse ich dir dieses Boot mit Düsenantrieb, damit könntest du viel weiter kommen!“

 

Da kaufte das Seepferdchen von seinem letzten Geld das Boot und sauste mit fünffacher Geschwindigkeit durch das Meer. Bald traf es einen Haifisch, der ihn fragte: „He, Kumpel. Was hast du denn vor? Wohin willst du“

 

„Ich weiß es eigentlich nicht so genau. Ich bin unterwegs, mein Glück zu suchen“, antwortete das Seepferdchen.

 

„Da hast du es ja gut getroffen. Wenn du diese kleine Abkürzung machen willst“, sagte der Haifisch und zeigte auf seinen geöffneten Rachen, „sparst du eine Menge Zeit!“

 

„Ei, vielen Dank“, sagte das Seepferdchen und sauste in das Innere des Haufisches.

 

 

 

Und die Moral von der Geschichte:

 

Wenn man nicht genau weiß, wohin man will, landet man leicht da, wo man gar nicht hinwollte!

 

 

 

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Was haben Hass, Ärger und Kartoffeln gemeinsam?

 

Hier eine Geschichte zum Nachdenken:

 

Ein Lehrer fragte einmal seine Schüler, sie sollen doch bitte, einige Kartoffeln in einer Plastiktüte in die Schule mitbringen. Auf jede der Kartoffeln, sollen die Namen der Personen, die das Kind ablehnt aufgeschrieben werden. Für jede abgelehnte Person, sollen die Kinder eine Kartoffel beschriften.

 

An diesem Tag brachten die Kinder ihre Kartoffeln mit, die sie mit den Namen der Menschen beschrifteten, welche sie nicht mochten. Einige der Kinder, hatten zwei, drei und einige hatten sogar mehr als fünf Kartoffeln.

 

Die Kinder sollen diese Kartoffeln immer mit sich tragen, Tag und Nacht, überall hin mitnehmen und das eine Woche lang. Nach ein paar Tagen begannen die Kinder, sich über den schlechten Geruch, der aus diesen Kartoffeln kam zu beklagen. Die Schüler die viele Kartoffeln beschriftet haben, beschwerten sich auch noch über das Gewicht, das sie dauernd mit sich herum tragen mussten.

 

Nach einer Woche, durften die Kinder alle Kartoffeln wegwerfen.

 

Der Lehrer fragte: ” Und wie fühlt ihr euch nach dieser einen Woche?“

 

Die Antwort der Kinder war, dass sie sich wegen dem Gestank und dem schweren Gewicht, schrecklich fühlen würden.

 

Und der Lehrer erklärte den Kindern;

 

Wenn euer Herz mit Hass erfüllt ist, so tragt ihr, genauso eine schwere und unangenehme Last, in eurem Herzen mit, wie der Sack mit Kartoffeln, von dieser Woche, der Hass auf ungeliebte Menschen, vergiftet nur eure Herzen. Wenn ihr den Gestank von verdorbenen Kartoffeln, nicht einmal für eine Woche aushaltet, wie viel schlimmer sind die Auswirkungen dieses Hasses in euren Herzen, wenn ihr ihn ein ganzes Leben lang, mit euch herum tragen müsstet. Ohne Hass wird euer Herz wieder leicht.
(Nacherzählt und übersetzt von zentao)

https://www.youtube.com/watch?v=NqT3leVcHZk&feature=youtu.be

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Möwe Jonathan

Die meisten Vögel begnügen sich mit den einfachsten Grundbegriffen des Fliegens. Aber Jonathan war kein gewöhnlicher Vogel. Er verbrachte ganze Tage mit seinen Flugexperimenten und wiederholte seine Übungen hundertfach. Diese Neigung machte ihn bei den anderen Vögeln nicht gerade beliebt.

Jonathan verlor die Kontrolle, der Luftdruck traf ihn wie eine Sprengladung, dann prallte er auf die See auf, die hart wie Beton war.

 

Als er wieder zu sich kam, klang es seltsam dumpf aus ihm heraus: Schluss mit den Torheiten. Flieg heim zu deinem Schwarm und finde dich damit ab, dass eine kleine Seemöwe ihre Grenzen hat!

 

Als die Sonne aufging, war die Möwe Jonathan längst wieder bei ihren Flugversuchen. Vergessen waren Angst, Erschöpfung und gute Vorsätze. Er konnte sich nicht mit dem Mittelmaß zufrieden geben. Wer einmal das Außerordentliche erfahren hat, kann sich nicht mehr an die Normen des Durchschnitts binden.

 

Die Ratversammlung der Männer hatte ein hartes Urteil gefällt. Zur Schande in die Mitte treten zu müssen, das bedeutet, dass man ihn aus der Gemeinschaft der Möwen ausstieß, ihn zu einem einsamen Dasein auf den Fernen Klippen verdammte.

 

Nicht die Einsamkeit bedrückte ihn, nur die Tatsache, dass die anderen Möwen die Herrlichkeit des Fliegens nicht erleben konnten, dass sie sich weigerten, die Augen aufzumachen, zu sehen.

 

Und eines Abends geschah es: Zwei Möwen tauchten neben seinen Schwingen auf, sie schimmerten in reinstem Weiß und erhellten mit sternenhaftem Leuchten die Nacht. Das Schönste aber war ihr meisterhafter Flug. „Wir sind gekommen, um dich höher hinauf zu geleiten. Du hast viel gelernt. Die eine Lehrzeit ist zu Ende, die Zeit ist gekommen, um in einer anderen neu zu beginnen.“

 

Während er mit den zwei strahlenden Möwen über die Wolken aufstieg, begann auch sein Gefieder so hell zu strahlen wie das ihre. Immer hatte hinter den goldenen Augen unwandelbar jung die Möwe Jonathan existiert, und sie lebte weiter, nur die äußere Form verwandelte sich.

 

„Wieso sind nicht mehr von uns hier, Sullivan?“ ,fragte er seinen Lehrer. „Ich kenne nur eine Antwort, Jonathan. Du bist wahrscheinlich einer unter Millionen, die große Ausnahme. Wir erlangen die nächste Welt nach dem, was wir in dieser gelernt haben. Lernen wir nichts hinzu, so wird unsere nächste Welt nicht anders sein als diese, sie bietet die gleichen Beschränkungen und es gilt, die gleiche bleischwere Last zu überwinden.“

 

„ Und was geschieht nachher? Wohin kommen wir dann? Gibt es gar kein Paradies?“ „Nein Jonathan, einen solchen Ort gibt es nicht. Das himmlische Paradies ist kein Ort und ist keine Zeit. Paradies, das ist Vollkommenheit.“

 

Jonathan lernte außerordentlich schnell. Doch immer häufiger musste er jetzt an die Erde zurückdenken, von der er einst gekommen war und dass ihn dort vielleicht ein oder zwei Möwen als Lehrer brauchten. Hätte er dort unten nur ein Zehntel, nur ein Hundertstel von dem gekonnt, was er jetzt wusste, wieviel sinnvoller wäre sein Leben gewesen.

 

3 Monate waren vergangen, er war wieder auf die Erde zurückgekehrt. Jonathan hatte inzwischen außer Fletcher 6 weitere Schüler, lauter Außenseiter, die aus Freude am Fliegen neugierig waren auf die seltsamen neuen Ideen. Er war ständig bei ihnen, demonstrierend, beschwörend, antreibend, leitend.

 

„Du musst dich ständig bemühen, die wahre Möwe, den guten Kern in jedem einzelnen von ihnen zu erkennen. Du musst ihnen helfen, sich selbst zu sehen. Du brauchst mich nicht mehr. Was du brauchst ist Selbstvertrauen. Finde zu dir selbst täglich ein wenig mehr. Finde die wahre, unbegrenzt freie Möwe Fletcher. Trau deinen Augen nicht. Was immer sie dir zeigen ist nur Begrenztheit. Trau deinem Verstand, hebe ins Bewusstsein, was in dir ist und du wirst wissen und fliegen!“, sagte Jonathan zu Fletcher und verschwand.

 

Und obwohl sich Fletcher vor seinen Schülern streng gab, sah er sie plötzlich alle so, wie sie wirklich waren. Grenzenlos. „Jonathan“, dachte er und war glücklich. Der Weg zur Erkenntnis war beschritten, der Kampf in ständigem Lernen hatte begonnen. (aus „Die Möwe Jonathan“ von Richard Bach)

 

Für die Möwe Jonathan, die wohl in allen von uns ein wenig steckt!

 

Und vor allem in den Kindern, die ihre Grenzen erst entdecken müssen, zu suchen beginnen und immer wieder von vorne starten.

 

 

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Der Mann, der die Welt veränderte

 

Es war einmal ein Mann, der die Welt verändern wollte.
Innerhalb kürzester Zeit entdeckte er, dass die Welt viel zu groß war, um von einer einzigen Person verändert zu werden.

 

Daher entschied er sich, sein Land zu verändern.
Unehrliche Politiker und Lobby- Gruppen verhinderten aber seine Bemühungen.

 

Daher entschied er sich, seine Nachbarschaft zu verändern.
Aber die Nachbarn sperrten einfach ihre Türen zu und schlossen die Fenster.

 

Daher entschied er sich, seine Familie zu verändern.
Statt sich zu verändern, rebellierten seine Kinder, seine Ehefrau drohte mit Scheidung.

 

Schließlich entschied sich der Mann dafür, sich selbst zu  verändern.
Und als er das tat, veränderten sich alle um ihn herum und dadurch auch die Welt.

 

 

Auch wir können die Welt verändern. Wenn wir bei uns selbst anfangen, wenn wir unsere Verhaltensweisen ändern, verändern wir damit auch unsere Umgebung.
Probiere es selbst einmal aus. Lächle, wenn du Leute triffst und sie werden zurücklächeln. Schaust du grantig, bist du mürrisch, wird es deine Umgebung auch sein.  (aus Pearl Nitsche: Das selbstdisziplinierende Klassenzimmer)

 

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Die kleinen Leute von Swabeedo 

 
Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten wohnten im kleinen Dorf "Swabeedoo" und nannten sich - SWABEDOO-DAHS. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann. Was die Swabedoo-dahs am meisten liebten, war - einander warme weiche Pelzchen zu schenken. Ein jeder trug über seiner Schulter einen Beutel - und der Beutel war gefüllt mit weichen Pelzchen. Sooft sich Swabeedoo-dahs trafen, gab gewöhnlich der eine dem anderen ein Pelzchen.

Nun ist es besonders schön, jemanden ein warmes weiches Pelzchen zu schenken: - es sagt dem andern, er sei etwas Besonderes; es ist eine Art zu sagen: "Ich mag dich!" Und selbstverständlich ist es sehr erfreulich, ein solches Pelzchen zu bekommen. Wenn man dir ein Pelzchen anbietet, wenn du es nimmst und fühlst wie warm und flaumig es an deiner Wange ist und du es sanft und leicht in deinen Pelzchen-Beutel zu den andern legst, dann ist es wundervoll. Du fühlst dich anerkannt und geschätzt, wenn jemand dir ein weiches Pelzchen gibt und du möchtest ihm ebenfalls etwas Schönes tun. Die Leute von Swabeedoo gaben gerne weiche Pelzchen und bekamen gerne weiche Pelzchen und ihr gemeinsames Leben war ohne Zweifel sehr glücklich und froh.

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Außerhalb des Dorfes in einer kalten dunklen Höhle wohnte ein großer grüner Kobold. Er wollte eigentlich nicht alleine wohnen und manchmal war er sehr einsam. Aber er schien mit niemandem auszukommen und irgendwie mochte er es nicht, warme weiche Pelzchen auszutauschen. Er hielt es für einen großen Unsinn.

 

Eines Abends ging der Kobold in das Dorf und traf einen freundlichen Swabeedoo-dah. "War heute nicht ein schöner Swabeedo-dah Tag?" sagte die kleine Person lächelnd. "Hier nimm ein warmes weiches Pelzchen; dieses ist ein besonders. ich habe es eigens für dich aufbewahrt, weil ich dich so selten sehe."
Der Kobold schaute um sich, ob niemand anderer ihnen zuhörte. Dann legte er seinen Arm um den kleinen Swabeedoo-dah und flüsterte ihm ins Ohr: "Hör mal, weißt du denn nicht, dass wenn du alle deine Pelzchen weggibst, sie dir dann an einem deiner schönen Swabeedoo-dah Tage ausgehen?"

 

Er bemerkte plötzlich einen erstaunten Blick und Furcht im Gesicht des kleinen Mannes; und während der Kobold in den Pelzbeutel hineinschaute fügte er hinzu: "Jetzt würde ich sagen, hast du kaum mehr als 217 weiche Pelzchen übrig. Sei lieber vorsichtig mit dem Verschenken!"
Damit tappte der Kobold mit seinen großen grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabeedoh-dah zurück.
Der Kobold wusste, dass jeder der kleinen Swabeedoo-dahs einen unerschöpflichen Vorrat an Pelzchen besaß. Gibt man nämlich jemandem ein Pelzchen, so wird es sofort durch ein anderes ersetzt; sodass einem ein ganzes Leben lang niemals die Pelzchen ausgehen können. Doch der Kobold verließ sich auf die gutgläubige Natur der kleinen Leute - und noch auf etwas anderes, das er bei sich selbst entdeckt hatte. Er wollt herausfinden, ob es auch in den kleinen Swabeedoo-dahs steckte. Auf diese Weise belog der Kobold also den kleinen Mann kehrte zurück in seine Höhle und wartete.

 

 

Es dauerte nicht lange. Der erste, der vorbeikam und der den kleinen Swabeedoo-dah grüßte, war ein guter Freund von ihm, mit dem er schon viele Pelzchen ausgetauscht hatte. Dieser stellte mit Überraschung fest, dass er nur einen befremdenden Blick erhielt, als er seinem Freund ein Pelzchen gab. Dann wurde ihm empfohlen, auf seine abnehmenden Pelzchen-Vorräte achtzugeben und sein Freund verschwand schnell.

Und jeder Swabeedoo-dah bemerkte drei andern gegenüber noch am selben Abend: "Es tut mir leid, aber ich habe kein warmes, weiches Pelzchen für dich. Ich muss aufpassen, dass sie mir nicht ausgehen."
Am nächsten Tag hatte sich die Neuigkeit im ganzen Dorf verbreitet. Jedermann hatte plötzlich begonnen, sein Pelzchen aufzuheben. Man schenkte zwar noch immer welche, aber sehr, sehr vorsichtig "Unterscheide!" sagten sie.

 

Die kleinen Swabedeedoh-dahs begannen einander misstrauisch zu beobachten und verbargen ihre Pelzchen während der Nacht vorsichtigerweise unter ihren Bett. Streitigkeiten brachen darüber aus, wer die meisten Pelzchen hätte und schon bald begannen die Leute weiche Pelzchen für Sachen einzutauschen, anstatt sie einfach zu verschenken. Der Bürgermeister von Swabeedoh stellte fest, dass die Zahl der Pelzchen begrenzt sei, rief die Pelzchen als Tauschmittel aus und schon bald zankten sich die Leute darüber, wieviel eine Mahlzeit oder eine Übernachtung im Haus eines jeden kosten soll. Es gab sogar einige Fälle von Raub wegen Pelzchen.

An manchen dämmrigen Abenden war man draußen nicht mehr sicher - an Abenden, an denen die Swabeedoh-dahs früher gerne in den Park und auf den Straßen spazieren gingen und einander grüßten, um sich weiche warme Pelzchen zu schenken.

Das Schlimmste von allem - an der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu ändern. Viele beklagten sich über Schmerzen in Schulter und Rücken und mit der Zeit befiel mehr und mehr kleine Swabedoo-dahs eine Krankheit bekannt als Rückgraterweichung. Sie liefen gebückt umher und - in den schlimmsten Fällen - bis zum Boden gebeugt. Ihre Pelzchen-Beutel schleiften auf dem Boden. Viele Leute im Dorf fingen an zu glauben ,dass das Gewicht des Beutels die Ursache der Krankheit sei und dass es besser wäre, sie zuhause einzuschließen. Binnen kurzem konnte man kaum noch einen Swabeedoo-dah mit einem Pelzchen-Beutel antreffen.

 

Zuerst war der Kobold mit dem Ergebnis seiner Lüge zufrieden. Er hatte herausfinden wollen, ob die kleinen Leute auch so fühlen und handeln würden wie er, wenn er selbstsüchtige Gedanken pflegte; und er fühlte sich erfolgreich, so wie die Dinge liefen. Wenn er nun ins Dorf kam grüßte man ihn nicht länger mit einem Lächeln und bot ihm keine weichen Pelzchen an. Statt dessen starrten ihn die kleinen Leute misstrauisch an, so wie sie auch einander anstarrten. Und es war ihm auch lieber so. Für ihn bedeutet dies der Wirklichkeit ins Auge schauen: "So ist die Welt" pflegte er zu sagen.
 
 

Mit der Zeit ereigneten sich aber schlimmere Dinge. Vielleicht wegen der Rückgraterweichung vielleicht auch deshalb, weil ihnen niemals jemand ein weiches Pelzchen gab (wer weiß es?) starben einige der kleinen Leute.
Nun war alles Glück aus dem Dorf Swabeedoo verschwunden - und es betrauerte das Dahinscheiden seiner kleinen Bewohner.
Als der Kobold davon hörte, sagte er zu sich selbst: "Mein Gott, ich wollte ihnen nur zeigen, wie die Welt wirklich ist. Ich habe ihnen nicht den Tod gewünscht!"

 

 Er überlegte, was man jetzt machen könnte und erdachte einen Plan. Tief in seiner Höhle hatte der Kobold eine geheime Miene von kaltem stacheligem Gestein entdeckt. Er hatte viele Jahre damit verbracht, die stacheligen Steine aus dem Berg zu graben, denn er liebte deren kaltes und prickelndes Gefühl - und er blickte gerne auf den wachsenden Haufen kalter, stacheliger Steine im Bewusstsein, dass sie alle ihm gehörten.
Er entschloss sich, sie mit den Swabeedoh-dahs zu teilen. So füllte er hunderte von Säcken mit kalten, stacheligen Steinen und nahm sie mit ins Dorf.

Als die Leute die Säcke mit den Steinen sahen, waren sie froh und nahmen sie dankbar an. Nun hatten sie wieder etwas, was sie schenken konnten. Das einzig Unangenehme war, dass es nicht soviel Spaß machte, kalte stachelige Steine zu schenken wie warme weiche Pelzchen. Einen stacheligen Stein zu geben war gleichsam eine Art, dem anderen die Hand zu reichen - aber nicht so sehr in Freundschaft und Liebe. Auch einen stacheligen Stein zu bekommen war mit einem eigenartigen Gefühl verbunden. Man war nicht ganz sicher, was der Geber meinte, denn schließlich waren die Steine kalt und stachelig.
Es war nett, etwas von einem anderen zu erhalten, aber man blieb verwirrt und oft mit zerstochenen Fingern zurück.

Einige der kleinen Leute begannen wieder einander warme weiche Pelzchen zu geben und jedes Mal, wenn ein Pelzchen geschenkt wurde, machte es den Schenkenden und den Beschenkten wirklich sehr glücklich. Vielleicht war es deshalb so ungewöhnlich von jemand ein warmes weiches Pelzchen geschenkt zu bekommen, weil so viele kalte stachelige Steine ausgetauscht wurden.

Das Schenken von Pelzchen wurde nie mehr Mode in Swabeedoo. Nur wenige der kleinen Leute entdeckten, dass sie fortfahren konnten, einander warme, weiche Pelzchen zu schenken ,ohne dass ihre Vorräte ausgingen; die Kunst Pelzchen zu schenken wurde nicht von vielen gepflegt. Das Misstrauen steckte tief in den Leuten von Swabeedoo. Man konnte es aus ihren Bemerkungen hören: - Weiche Pelzchen? Was steckt wohl dahinter? - Ich weiß niemals, ob meine warmen, weichen Pelzchen auch wirklich geschätzt werden. - Ich habe ein weiches Pelzchen gegeben und bekam dafür einen stacheligen Stein. So dumm bin ich nie wieder.

 

Wahrscheinlich wäre jeder Bürger von Swabeedoo gern zurückgekehrt zu jenen früheren Tagen, als das Schenken und Beschenktwerden von warmen, weichen Pelzchen noch üblich war. Manchmal dachte solch ein kleiner Mann bei sich, wie schön es doch wäre von jemandem ein warmes, weiches Pelzchen zu bekommen und in Gedanken ging er hinaus und begann jedem ein Pelzchen zu schenken wie in alten Tagen. Aber etwas hielt ihn stets davon zurück. Gewöhnlich war es einfach dies, dass er hinausging und sah: "wie die Welt wirklich war."

 

(Der Verfasser dieses Märchens ist unbekannt)

Hört euch auch diese Geschichte an:

Klicke hier: Die kleinen Leute von Bamboola

 

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3 Wünsche

 

Ein kleiner Junge besuchte seinen Großvater und sah ihm zu, wie er die Krippenfiguren schnitzte. Der Junge schaute sie sich ganz intensiv an , und sie fingen an, für ihn zu leben. Da schaute er das Kind an - und das Kind schaute ihn an. Plötzlich bekam er einen Schrecken , und die Tränen traten ihm in die Augen. "Warum weinst du denn?" fragte das Jesuskind. "Weil ich dir nichts mitgebracht habe", sagte der Junge. "Ich will aber gerne etwas von dir haben", entgegnete das Jesuskind. Da wurde der Kleine rot vor Freude. "Ich will dir alles schenken, was ich habe", stammelte er . "Drei Sachen möchte ich von dir haben", sagte das Jesuskind. Da fiel ihm der Kleine ins Wort: "Meinen neuen Mantel, meine elektrische Eisenbahn, mein schönes Buch ..."?- Nein", entgegnete das Jesuskind, "das alles brauche ich nicht. Schenk mir deinen letzten Aufsatz."

 

Da erschrak der Kleine. "Jesus", stotterte er ganz verlegen... und flüsterte: "Da hat doch der Lehrer 'ungenügend darunter geschrieben". "Eben deshalb will ich ihn haben", antwortete das Jesuskind. "Aber, warum denn?" fragte der Junge. "Du sollst mir immer das bringen, wo 'ungenügend' darunter steht. Versprichst du mir das"?. "Sehr gern" , antwortete der Junge. "Aber ich will noch ein zweites Geschenk von dir", sagte das Jesuskind..., "deinen Milchbecher". "Aber den habe ich doch heute zerbrochen", entgegnete der Junge. "Du sollst mir immer das bringen, was du im Leben zerbrochen hast. Ich will es wieder heil machen. Gibst du mir das auch?" "Das ist schwer", sagte der Junge. "Hilfst du mir dabei?" "Aber nun mein dritter Wunsch", sagte das Jesuskind.

 

"Du sollst mir nun noch die Antwort bringen, die du der Mutter gegeben hast, als sie fragte, wie denn der Milchbecher kaputtgegangen ist". Da legte der Kleine die Stirn auf die Kante und weinte so bitterlich: "Ich, ich, ich ...",brachte er unter Schluchzen mühsam heraus... "ich habe den Becher umgestoßen; in Wahrheit habe ich ihn absichtlich auf die Erde geworfen." "Ja, du sollst mir all deine Lügen, deinen Trotz, dein Böses, was du getan hast, bringen", sagte das Jesuskind. "Und wenn du zu mir kommst, will ich dir helfen; ich will dich annehmen in deiner Schwäche; ich will dir immer neu vergeben; ich will dich an deiner Hand nehmen und dir den Weg zeigen. "Willst du dir das schenken lassen?" Und der Junge schaute, hörte und staunte .... .

 

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Voruteile

 

Eines Nachts befand sich eine Frau am Flughafen. Sie musste mehrere Stunden auf ihren Flug warten. Während sie wartete, kaufte sie sich ein Buch und eine Packung Kekse um sich die Zeit zu vertreiben. Sie schaute sich nach einem Platz zum Sitzen um und wartete.

Sie war vertieft in ihr Buch, als sie plötzlich einen jungen Mann bemerkte, der neben ihr saß und ohne jegliche Zurückhaltung seine Hände ausstreckte und nach der Packung Kekse griff, welche zwischen ihnen lag. Er begann einen Keks nach dem anderen zu essen.
Da sie deshalb nicht viel Aufhebens machen wollte, entschied sie sich ihn zu ignorieren. Die Frau, ein bisschen belästigt, aß die Kekse und beobachtete die Uhr, während der junge und schamlose Keksdieb dabei war die Packung leer zu essen. Die Frau begann sich an diesem Punkt zu ärgern, und dachte: „Wenn ich keine solch gute und erzogene Person wäre, hätte ich diesem kühnen Mann gleich ein blaues Auge verpasst.“
Jedes Mal wenn sie einen Keks aß, nahm sich der Mann auch einen. Der Dialog zwischen ihren Augen setzte sich fort und als nur noch ein Keks übrig war, fragte sie sich, was er wohl nun tun würde.

Sanft und mit einem nervösen Lächeln nahm der Mann den letzten Keks und brach es in zwei. Er bat eine Hälfte der Frau an, während er die andere Hälfte selbst aß.
Rasch nahm sie den Keks und dachte: „Was für ein unverschämter Mann! Wie unerzogen! Er hat mir nicht einmal gedankt!“ Sie hatte noch nie jemanden so unverschämten getroffen. Erleichtert aufatmend hörte sie wie ihr Flug angekündigt wurde. Sie ergriff ihre Taschen und ging ohne nach hinten zu blicken wo der unverschämte Dieb saß.

Nach dem Einstieg in das Flugzeug, und nachdem sie sich gesetzt hatte, suchte sie nach ihrem Buch, welches bald ausgelesen war. Während sie in ihre Tasche blickte, fand sie, völlig überrascht, ihre Packung Kekse fast unberührt. „Wenn meine Kekse hier sind“, dachte sie, sich schrecklich mies fühlend, „waren die anderen seine, und er hat versucht sie mit mir zu teilen“. Es war zu spät um sich bei dem jungen Mann zu entschuldigen, sie begriff schmerzhaft, dass sie diejenige war die unverschämt, unerzogen und ein Dieb gewesen war, und nicht er.

(Frei nach Douglas Adams)

 

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Aus verschiedene Blickwinkeln betrachtet

 

Im Religionsunterricht hielt der Lehrer ein schwarzes Buch hoch und sagte:

„Dieses Buch ist rot!“


Die ganze Klasse protestierte einstimmig und rief:

„Nein!“


 Der Lehrer seinerseits beharrte darauf und sagte:

„Doch, ist es!“


Und die Klasse wiederholte:
„Das ist nicht richtig!“

Er drehte das Buch um und

die Rückseite war rot!


Der Lehrer blickte in die beschämten Gesichter
und meinte:
„Sage niemals jemandem, er liege falsch,
solange du die Dinge
nicht aus seiner Perspektive gesehen hast.
(aus: MadeMyDay.com)

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Einer nach dem anderen

 

Einmal ging ein Mann bei Sonnenuntergang an einem einsamen, mexikanischen Strand entlang. Als er so entlang schlenderte, sah er in der Ferne einen anderen Mann. Als er näher kam, bemerkte er, dass der Einheimische sich fortwährend hinunterbeugte, etwas aufhob und ins Wasser warf. Wieder und wieder schleuderte er etwas hinaus in den Ozean.

Als sich der Spaziergänger näherte, sah er, dass der Mann Seesterne aufhob, die an den Strand gespült worden waren, und – einen nach dem anderen – warf er ins Wasser zurück.

Der Spaziergänger war verblüfft. Er näherte sich dem Einheimischen und sagte: „Guten Abend, mein Freund. Ich habe mich gefragt, was Sie da tun.“

„Ich werfe die Seesterne zurück ins Meer. Sehen Sie, es ist gerade Ebbe und alle Seesterne sind ans Ufer gespült worden. Wenn ich sie nicht zurück ins Meer werfe, werden sie sterben.“

„Ich verstehe“, erwiderte der andere, „aber es muss an diesem Strand Tausende von Seesternen geben. Sie können unmöglich alle erwischen. Es gibt einfach zu viele. Und sind Sie sich nicht klar, dass dies wahrscheinlich an Hunderten von Stränden überall an dieser Küste passiert. Sehen Sie nicht, dass Sie unmöglich etwas ändern können?“

Der Einheimische lächelte, beugte sich hinunter und hob noch einen weiteren Seestern auf. Als er ihn ins Meer zurückwarf, erwiderte er: „Für den habe ich was geändert!“

(Jack Canfield aus: Hühnersuppe für die Seele)

 

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„Tempel der tausend Spiegel“ oder „What you think is what you get“

In einem fernen Land gab es vor langer, langer Zeit einen Tempel mit tausend Spiegel. Er lag hoch auf dem Gipfel eines Berges und sein Anblick war gewaltig.
Eines Tages kam zufällig ein Hund dieses Weges. Er stieg die Stufen des Tempels hinauf und sah, dass das Tor zum Tempel geöffnet war. Vorsichtig und ängstlich ging er in den Tempel hinein.

Nun, Hunde wissen natürlich nicht, was  Spiegel sind und dass man die eigene Reflektion darin wahrnehmen kann. Daher glaubte dieser Hund, er sei von tausend Hunden umgeben.

Der Hund begann zu knurren. Er sah auf die vielen Spiegel und sah tausend Hunde, die ebenfalls knurren. Er begann die Zähne zu fletschen und im selben Augenblick begannen die tausend Hunde auch ihre Zähne zu fletschen. Er bekam Angst, sträubte das Nackenfell und mit dem Schwanz zwischen den Beinen lief er, voller Panik, aus dem Tempel hinaus.

Ab diesem Zeitpunkt glaubte der Hund, dass außer ihm die ganze Welt aus knurrenden, feindseligen Hunden bestehe. Die Welt war für ihn ein bedrohlicher Ort.
Das spürten natürlich alle anderen Hunde und mieden ihn fortan.
Bis ans Ende seiner Tage lebte er verbittert und alleine.

Die Tage vergingen, und wie es der Zufall will, kam einige Zeit später ein anderer Hund zu diesem Tempel, sah die geöffnete Tür und ging neugierig und erwartungsvoll hinein.

Auch er hatte keine Ahnung, was ein Spiegel ist und er wusste nicht, dass er seine eigene Reflektion sehen wird, wenn er in den Spiegel hineinschaut. Daher glaubte auch dieser Hund, er sei von tausend Hunden umgeben.

Der Hund freute sich und begann zu lächeln. Er sah auf die vielen Spiegel und überall sah er Hunde, die zurücklächelten – so gut Hunde eben lächeln können. Der Hund begann dann  vor Freude mit dem Schwanz zu wedeln und im selben Augenblick begannen die tausend Hunde auch mit ihrem Schwanz zu wedeln. Nun wurde der Hund noch fröhlicher und forderte die Hunde zum Spielen auf.

So etwas hatte er noch nie erlebt. Voller Freude blieb er, so lange er konnte, im Tempel und spielte mit den tausend Hunden.

Dieses schöne Erlebnis hatte sich der Hund gut gemerkt. Die Welt bestand ab diesem Zeitpunkt für ihn aus liebenswürdigen, geselligen Hunden, die ihm alle wohlgesonnen sind. Die Welt war für ihn ein freundlicher Ort.
Andere Hunde verbrachten gerne Zeit mit ihm und er lebte glücklich bis ans Ende seiner Tage.

àUnsere Einstellung hat einen ungeheuren Einfluss auf das Verhalten unserer Schüler. Sie ist eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. – Du bekommst, was du denkst!

(aus Pearl Nitsche: Nonverbale Intelligenz)

 

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Zeit

“Ein Mann kam spät von der Arbeit nach Hause, müde und erschöpft. Sein fünfjähriger Sohn wartete auf ihn an der Tür: “Papa, darf ich Dich etwas fragen?”

“Ja, sicher. Worum geht es denn?” antwortete der Mann.
“Papa, wenn Du arbeitest, wie viel verdienst Du pro Stunde?”
“Das geht Dich gar nichts an. Warum fragst Du solche Sachen?” sagte der Mann ärgerlich.
“Ich will es doch nur wissen. Bitte sag mir, wie viel Du in der Stunde bekommst”, bettelte der kleine Junge.
“Wenn Du es unbedingt wissen musst: Ich bekomme 20 Euro die Stunde.”
“Oh”, stöhnte der kleine Junge mit gesenktem Kopf. Dann sah er auf und sagte: “Papa, kann ich mir bitte zehn Euro von Dir leihen?”

Der Vater explodierte: “War das der einzige Grund, zu erfahren, was ich verdiene? Nur um mir Geld abzuluchsen und damit ein dummes Spielzeug oder sonstigen Unsinn zu kaufen? Du kannst auf Dein Zimmer gehen und darüber nachdenken, ob das nicht sehr egoistisch ist. Ich arbeite lang und hart jeden Tag und ich habe keine Zeit für diesen kindischen Quatsch!”

Der kleine Junge ging leise in sein Zimmer und schloss die Tür. Der Mann setzte sich vor den Fernseher und ärgerte sich weiter über den hinterhältigen Versuch seines Sohnes. Nach etwa einer Stunde hatte er sich beruhigt und begann sich zu fragen, ob er nicht überreagiert hatte. Er ging hinauf zu seinem Sohn und öffnete die Tür.

“Schläfst Du schon?” fragte er.
“Nein, Papa. Ich bin wach.”
“Ich habe nachgedacht. Ich finde, ich war vorhin zu hart”, sagte der Mann.
“Ich hatte einen langen, schwierigen Tag und ich habe meine Anspannung an Dir ausgelassen. Hier sind die zehn Euro, die Du haben wolltest.”

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Der kleine Junge sprang vom Bett: “Oh, danke, Papa!” schrie er.
Dann holte er unter seinem Bett einen flachen Karton mit einigen Münzen darin. Als der Mann sah, dass sein Sohn bereits einiges an Geld hatte, wurde er wieder ärgerlich, während sein Sohn langsam das Geld zählte. “Warum hast Du mich nach Geld gefragt, wenn Du doch schon welches hattest?”

“Weil ich nicht genug hatte. Aber jetzt reicht es!”…sagte der Junge….”Papa, ich habe jetzt 20 Euro. Kann ich eine Stunde Zeit bei Dir kaufen?” (Autor leider unbekannt)

 

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Das hier ist eine schöne Geschichte zum Thema „Freunde gewinnen“.
Sie stammt aus dem Buch „Der kleine Prinz“
von Antoine de Saint Exupery

Sich vertraut machen

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 Der Fuchs verstummte und schaute den kleinen Prinzen lange an:

„Bitte ... zähme mich!“ sagte er.

„Ich möchte wohl“, antwortete der kleine Prinz. Aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.“

„Man kennt nur die Dinge, die man zähmt“, sagte der Fuchs. „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgend etwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt, haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund haben willst, so zähme mich!“

 

 „Was heißt ‚zähmen‘?“ fragte der kleine Prinz.

„Es bedeutet ‚sich vertraut machen‘ „ sagte der Fuchs. „Du bist für mich noch nichts als ein kleine Knabe, der hunderttausend kleinen Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht und du brauchst mich ebenso wenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend  Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für dich einzig sein in der Welt ...“

 

 „Du siehst da drüben die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Für mich ist der Weizen zwecklos. Die Weizenfelder erinnern mich  an nichts. Und das ist traurig. Aber du hast weizenblondes Haar. Oh, es wird wunderbar sein, wenn du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern“, sagte der Fuchs zum kleinen Prinzen.

 

 „Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!“

„Was muss ich da tun?“ fragte der kleine Prinz.

„Du musst sehr geduldig sein“; antwortete der Fuchs. Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich verstohlen, so aus den Augenwinkeln anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist eine Quelle von Missverständnissen. Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzten können.

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 So machte denn der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut. Und als die Stunde des Abschieds da war, sagte der Fuchs: “Ach, ich werde weinen.“

„So hast du also nichts gewonnen“, meinte der kleine Prinz.

„Ich habe“, sagte der Fuchs, „ die Farbe des Weizens gewonnen.“

 

 „Adieu“, sagte der Fuchs. „Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist  für die Augen unsichtbar.“

                                                                                                       (aus „Der Kleine Prinz“)

 

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„Spagetti für zwei“
(von Federica de Cesco)


Heinz war bald 16 und fühlte sich sehr cool. In der Klasse und auf dem Fußballplatz hatte er das Sagen.

Aber richtig schön würde das Leben erst werden, wenn er sein Töff bekam und den Mädchen zeigen konnte, was für ein Kerl er war. Er mochte Monika, die mit den langen Haaren von der anderen Schule und ärgerte sich über seine entzündeten Pickel.
Im Unterricht machte er gern auf Verweigerung, die Lehrer sollten bloß nicht auf den Gedanken kommen, dass er sich anstrengte. M
Mittags konnte er nicht nach Hause, weil der eine Bus zu früh, der andere zu spät abfuhr. So aß er im
Selbstbedienungsrestaurant.

„Italienische Gemüsesuppe" stand im Menü.
Ein schwitzendes Fräulein schöpfte die Suppe aus einem dampfenden Topf. Heinz nickte zufrieden, der Teller war ganz ordentlich voll. Er setzte sich an einen freien Tisch. Da merkte er, dass er den Löffel vergessen hatte. Heinz stand auf und holte sich einen.

Als er zu seinem Tisch zurück stapfte, traute er seinen Augen nicht: Ein Schwarzer saß an seinem Platz und aß seelenruhig seine Gemüsesuppe!

Heinz stand mit seinem Löffel fassungslos da, bis ihn die Wut packte. Zum Teufel mit diesen Asylbewerben! Der kam irgendwo aus Uagadugu, und jetzt fiel ihm nichts Besseres ein, als ausgerechnet seine Gemüsesuppe zu verzehren! Schon möglich dass das den afrikanischen Sitten entsprach, aber hierzulande war das eine bodenlose Unverschämtheit! Heinz öffnete den Mund, um diesem Menschen

lautstark seine Meinung zu sagen, als ihm auffiel, dass die Leute ihn schon komisch ansahen.
Heinz wurde rot. Er wollte nicht als Rassist gelten. Aber was nun?

Plötzlich fasste er einen Entschluss. Er zog einen Stuhl zurück und setzte sich dem Schwarzen gegenüber. Dieser hob den Kopf, blickte ihn kurz an und schlürfte dann ungestört die Suppe weiter.

Heinz presste die Zähne zusammen, dass seine Kinnbacken schmerzten. Dann packte er energisch den Löffel, beugte sich über den Tisch und tauchte ihn in die Suppe. Der Schwarze hob abermals den Kopf.

Sekundenlang starrten sie sich an. Heinz führte mit leicht zitternder Hand den Löffel zum Mund und tauchte ihn zum zweiten Mal in die Suppe. Seinen vollen Löffel in der Hand, fuhr der Schwarze fort, ihn stumm zu betrachten. Dann senkte er die Augen auf seinen Teller und aß weiter.

Eine Weile verging. Beide teilten sich die Suppe, ohne dass ein Wort fiel.
Heinz versuchte
nachzudenken. „Vielleicht hat der Mensch kein Geld, muss schon tagelang hungern. Vielleicht würde ich mit leerem Magen ähnlich reagieren? Und Deutsch kann er anscheinend auch nicht. Ist doch peinlich. Ich an seiner Stelle würde mich schämen. Ob Schwarze wohl rot werden können?" Das leichte Klirren des Löffels, den der Afrikaner in den leeren Teller legte, ließ Heinz die Augen heben.

Der Schwarze hatte sich zurückgelehnt und sah ihn an. Heinz konnte seinen Blick nicht deuten. In seiner Verwirrung lehnte er sich ebenfalls zurück. Schweißtropfen perlten auf seiner Oberlippe, sein Pulli juckte, besonders am Hals.
Er versuchte, den Schwarzen abzuschätzen. „Junger Kerl. Etwas älter als ich.

Vielleicht sechzehn oder sogar schon achtzehn. Normal angezogen: Jeans, Pulli, Windjacke. Sieht eigentlich nicht aus wie ein Obdachloser. Immerhin, der hat meine halbe Suppe aufgegessen und sagt nicht einmal danke! Au Mann, ich hab noch Hunger!"
Der Schwarze stand auf. Heinz blieb der Mund offen.

„Haut der jetzt tatsächlich ab? Jetzt ist aber das Maß voll! So eine Frechheit! Der soll mir wenigstens die halbe Gemüsesuppe bezahlen!" Er wollte aufspringen und Krach schlagen. Da sah er, wie sich der Schwarze mit einem Tablett in der Hand wieder anstellte. Heinz fiel unsanft auf seinen Stuhl zurück.

„Also doch: Der Mensch hat Geld! Oder bildet der sich vielleicht ein, dass ich ihm den zweiten Gang bezahle?"
Heinz griff hastig nach seiner Schulmappe. „Bloß weg von hier, bevor er mich zur Kasse bittet! Aber nein, sicherlich nicht. Oder doch?" Heinz ließ die Mappe los und kratzte nervös an einem Pickel. Irgendwie wollte er doch wissen, wie es weiterging. Jetzt stand der Schwarze vor der Kasse und - tatsächlich - er bezahlte. Heinz schniefte. „Verrückt!" dachte er. „Total gesponnen!"

Da kam der Schwarze zurück. Er trug das Tablett, auf dem ein großer Teller Spagetti stand, mit Tomatensauce, vier Fleischbällchen und zwei Gabeln. Immer noch stumm, setzte er sich Heinz gegenüber, schob den Teller in die Mitte des Tisches, nahm eine Gabel und begann zu essen.
Dieser Typ forderte ihn tatsächlich auf, die Spagetti mit ihm zu teilen! Heinz brach der Schweiß aus. Was nun?

Sollte er essen? Nicht essen? Seine Gedanken überstürzten sich. Wenn der Mensch doch wenigstens reden würde!
 „Na gut, er hat die Hälfte meiner Suppe gegessen, jetzt esse ich die Hälfte seiner Spagetti, dann sind wir quitt!" Wütend und beschämt griff Heinz nach der Gabel, rollte die Spaghetti auf und steckte sie in den Mund. Schweigen.
„Eigentlich nett von ihm, dass er mir ne Gabel mitgebracht hat“, dachte Heinz. „Da komm ich noch zu einem guten Spaghettiessen, das ich mir heute nicht geleistet hätte. Aber was soll ich jetzt sagen? Danke? Saublöd!“

Die Portion war sehr reichlich. Bald hatte Heinz keinen Hunger mehr. Dem Schwarzen ging es ebenso. Er lehnte sich zurück, schob die Daumen in die Jeanstaschen und sah ihn an. Heinz kratzte sich unter dem Rollkragen, bis ihm die Haut schmerzte. „Wenn ich nur wüsste, was er denkt!"
Verwirrt, schwitzend und erbost ließ er seine Blicke umherwandern.
Auf dem Nebentisch, an den sich bisher niemand gesetzt hatte, stand - einsam auf einem Tablett - ein Teller kalter Gemüsesuppe.
Heinz erlebte den peinlichsten Augenblick seines Lebens. Am liebsten hätte er sich in ein Mauseloch verkrochen. Es vergingen zehn volle Sekunden, bis er es endlich wagte, dem Schwarzen ins Gesicht zu sehen.
Der saß da, völlig entspannt und cooler, als Heinz es je sein würde, und wippte leicht mit dem Stuhl hin und her.

„Äh ...", stammelte Heinz, feuerrot im Gesicht. „Entschuldigen Sie bitte. Ich ..."

Er sah die Pupillen des Schwarzen aufblitzen. Auf einmal warf dieser den Kopf zurück, brach in dröhnendes Gelächter aus. Eine Weile saßen sie da, von Lachen geschüttelt. Dann stand der Schwarze auf, schlug Heinz auf die Schulter. „Ich heiße Marcel", sagte er in bestem Deutsch. „Ich esse jeden Tag hier. Sehe ich dich morgen wieder? Um die gleiche Zeit?"
„In Ordnung! Aber dann spendiere ich die Spagetti."

Nun schau dir die Filme und Power Point Präsentationen der I. LG Deutsch der 3. Klassen an:

 

Power Point Präsentation von Jana Wilhelm, Janine Dialer und Alina Flunger aus der 3c
Spaghetti für zwei Gruppe 5.pptx
Microsoft Power Point Präsentation 2.7 MB

Film "Spaghetti für 2" von Lea, Eva und Aaron Bäuchl, Julia Prantl, Silvano Büchele

Film "Spaghetti für 2" von Johanna Grießer, Katharina Leiter, Simone Plattner, Leonie Jenewein

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Der Apfelbaum
„Ein Mann hatte vier Söhne. Er wollte ihnen etwas Wichtiges und Wertvolles mit auf den Weg geben. Sie sollten lernen, Dinge nicht vorschnell zu beurteilen. So schickte er die vier zu einem weit entfernten Apfelbaum.

Der erste Sohn machte sich im Winter auf die Suche nach dem Baum, der zweite im Frühling, der dritte im Sommer und der jüngste Sohn im Herbst. Nachdem alle vier wieder zurückgekehrt waren, rief er sie zusammen, damit sie ihm erzählen konnten, was sie alles gesehen und erlebt hatten.
Der erste Sohn begann und sagte:
„Der Baum war kahl, verdreht und verkrüppelt.“
Der zweite Sohn erzählte, dass der Baum mit vielen Knospen bedeckt und voller Verheißung war.
Der dritte Sohn berichtete, dass der Baum mit süß riechenden Blüten überladen war und so herrlich ausgesehen hatte.
Der vierte Sohn beschrieb einen Baum mit vielen reifen Früchten, voller Leben und Erfüllung.

Der Mann erklärte seinen Söhnen, dass sie alle Recht hätten, denn jeder hatte nur eine Jahreszeit im Leben des Baumes gesehen.
Er fuhr fort, dass man weder einen Baum, noch ein Menschenleben, nach nur einem Abschnitt beurteilen kann.
Erst am Ende, wenn Du alle „Jahreszeiten“ gesehen und gelebt hast, kannst Du dies tun.
Wenn Du im Winter aufgibst, wirst Du die Versprechen des Frühlings, die Schönheit des Sommers und die Erfüllung des Herbstes nicht erleben und nie erfahren.”
(Der Apfelbaum von Dottore El Cidre)

 

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Nimm dir etwas Zeit und schaue dir diese wunderschöne Präsentation an:

Der Himmelsladen
Himmelsladen.pps
Microsoft Power Point Präsentation 434.5 KB

 

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Der verzagte Baumwollfaden

 

Es war einmal ein kleiner weißer Baumwollfaden, der hatte ganz viel Angst, dass er so wie er war, zu nichts nutze sei.

 

Ganz verzweifelt dachte er immer wieder: "Ich bin nicht gut genug, ich tauge zu nichts. Für einen Pullover bin ich viel zu kurz. Selbst für einen winzig kleinen Puppenpullover tauge ich nichts! Für ein Schiffstau bin ich viel zu schwach. Nicht mal ein Hüpfseil kann ich aus mir machen lassen! Mich an andere kräftige, dicke, lange Fäden anknüpfen kann ich nicht, die lachen doch sowieso über mich. Für eine Stickerei eigne ich mich auch nicht, dazu bin ich zu blass und zu farblos. Ja, wenn ich aus Goldgarn wäre, dann könnte ich eine Stola verzieren oder ein Kleid... Aber so?! Ich bin zu gar nichts nütze. Was kann ich schon? Niemand braucht mich. Keiner beachtet mich. Es mag mich sowieso niemand."

 

So sprach der kleine weiße Baumwollfaden mit sich – Tag für Tag. Er zog sich ganz zurück, hörte sich traurige Musik an und weinte viel. Er gab sich ganz seinem Selbstmitleid hin.

 

Eines Tages klopfte seine neue Nachbarin an der Tür: ein kleines weißes Klümpchen Wachs. Das Wachsklümpchen wollte sich bei dem Baumwollfaden vorstellen. Als es sah, wie traurig der kleine weiße Baumwollfaden war und sich den Grund dafür erzählen ließ, sagte es: "Lass dich doch nicht so hängen, du schöner, kleiner, weißer Baumwollfaden. Mir kommt da so eine Idee: wir beide sollten uns zusammen tun! Für eine Kerze am Weihnachtsbaum bin ich zu wenig Wachs und du als Docht zu klein, doch für ein Teelicht reicht es allemal. Es ist doch viel besser, ein kleines Licht anzuzünden, als immer nur über die Dunkelheit zu klagen!"

 

Da war der kleine weiße Baumwollfaden ganz glücklich und tat sich mit dem kleinen weißen Klümpchen Wachs zusammen und sagte: "Endlich hat mein Dasein einen Sinn."

 

Wer weiß, vielleicht gibt es in der Welt noch viele kleine weiße Baumwollfäden und viele kleine weiße Wachsklümpchen, die sich zusammentun könnten, um der Welt zu leuchten?!

(aus: Weihnachtsgeschichten für Kinder)

 

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Welpen zu verkaufen

 

 

 

Ein Ladenbesitzer heftete ein Schild über seiner Türe an, auf dem stand „Welpen zu verkaufen“.

 

Schilder wie diese haben eine große Anziehungskraft auf kleine Kinder und tatsächlich erschien ein kleiner Junge.

 

„Für wie viel verkaufen Sie die Welpen?“, fragte er den Ladenbesitzer. Dieser antwortete: „Alle zwischen 50 und 70 Euro.“
Der kleine Junge griff in seine Tasche und zog etwas Kleingeld heraus. „Ich habe 15 Euro und 55 Cent“, sagte er. „kann ich sie mir bitte ansehen?“

 

Der Ladenbesitzer lächelte und pfiff und aus der Hundehütte kam ein Hund, gefolgt von fünf winzigen kleinen Federbällchen. Ein Welpe blieb weit hinter den anderen zurück. Sofort griff der Junge den zurückbleibenden, hinkenden Welpen heraus und fragte: „Was ist mit diesem kleinen Hund los?“

 

Der Ladenbesitzer erklärte, der Tierarzt habe den Welpen untersucht und entdeckt, dass er keine Hüftgelenkpfanne hatte. Er würde immer hinken. Der kleine Junge wurde ganz aufgeregt: „Das ist der kleine Welpe, den ich kaufen möchte.“

 

Der Ladenbesitzer sagte: „Nein, du willst diesen kleinen Hund nicht kaufen. Wenn du ihn wirklich willst, werde ich ihn dir schenken.“

 

Der Junge geriet ziemlich außer sich. Er sah direkt in die Augen des Ladenbesitzers, zeigte mit dem Finger auf den Hund und sagte: „Ich will nicht, dass Sie ihn mir schenken. Dieser kleine Hund ist genausoviel wert wie all die anderen Hunde und ich bezahle den vollen Preis. Das heißt. Ich werde Ihnen jetzt 15 Euro und 55 Cent geben und 3 Euro jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe.“

 

Der Ladenbesitzer entgegnete: „Du willst diesen kleinen Hund gar nicht kaufen. Er wird nie laufen und springen und mit dir spielen können wie die anderen Welpen.“

 

Als Antwort bückte sich der kleine Junge und rollte seine Hose auf, um ein stark verdrehtes verkrüppeltes linkes Bein zu enthüllen, das durch eine große Metallschiene gestützt wurde. Er sah zu dem Ladenbesitzer auf und erwiderte: „Nun, ich laufe selbst nicht so gut und der kleine Welpe wird jemanden brauchen, der ihn versteht!“
(Dan Clark aus: Hühnersuppe für die Seele)

Auch im wirklichen Leben gibt es so etwas.
Kennst du die Geschichte von Haatchi und Owen ?
Schau dir das Video über den kleinen Jungen und seinen dreibeinigen Hund an.
Es gibt auch ein Buch von Wendy Holden dazu:
Echte Freunde
Haatchi und Owen - ein unschlagbares Team
(Verlag Knaur)
Übrigens: Julia Schabus aus der 3a hat über Haatchi und Owen ein ganz hervorragendes Referat gehalten!

 

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Riskieren

 

Zwei Samen lagen Seite an Seite in der fruchtbaren Frühlingserde.

Der erste Samen sagte: „Ich will wachsen! Ich will meine Wurzeln tief in die Erde unter mir aussenden und meine Sprossen durch die Erdkruste über mir stoßen … Ich will meine zarten Knospen entfalten wie Banner, um die Ankunft des Frühlings zu verkünden … Ich will die Wärme der Sonne auf meinem Gesicht und den Segen des Morgentaus auf meinen Blütenblättern spüren!“

Und so wuchs er.

Der zweite Samen sagte:“ Ich habe Angst. Wenn ich meine Wurzeln in den Boden unter mir aussende, weiß ich nicht, was mir im Dunkeln begegnet. Wenn ich mir meine Weg durch die harte Erde über mir bahne, könnte ich meine empfindlichen Sprossen verletzen… Was ist, wenn meine Knospen sich öffnen und eine Schnecke versucht, sie zu fressen? Und wenn ich meine Blüten öffne, könnte ein kleines Kind mich aus dem Boden reißen. Nein, es ist viel besser für mich, zu warten, bis es sicher ist.“

Und so wartete er.

Eine Hofhenne, die im Boden des ersten Frühlings nach Futter umherscharrte, fand den wartenden Samen und fraß ihn auf.

 

MORAL VON DER GESCHICHTE
Jene von uns, die sich weigern, etwas zu riskieren

und zu wachsen,

werden vom Leben verschlungen.

(Patty Hansen aus: Hühnersuppe für die Seele)

 

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Dieser Text ist passend für den Schulanfang:

 

 Ich kann nicht !!!!

 

Wer das sagt, setzt sich selbst Grenzen.

 

Denke in dieser Situation immer an eine Hummel !

 

 Die Hummel

 

Die Hummel hat 0,7 qcm Flügelfläche bei 1,2 Gramm Gewicht.
Nach den bekannten Gesetzen der Aerodynamik ist es unmöglich, bei diesem Verhältnis zu fliegen.

 

Die Hummel weiß das aber nicht und fliegt einfach!

 

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Die Nägel im Zaun

 

Es war einmal ein kleiner Bub, der schnell wütend wurde und dann ausrastete. Da gab
ihm sein Vater einen Hammer und eine große Packung voller Nägel: „Jedes Mal, wenn du wieder wütend wirst und ausrastet, gehst du zu diesem Zaun, und schlägst einen Nagel hinein.“ Der Junge war einverstanden, auch wenn er den Sinn dahinter nicht verstand.
Am nächsten Tag hämmerte der Bub bereits 30 Nägel in den Zaun. Die Tage vergingen
und mit jedem Tag wurden es weniger Nägel, die der Junge in den Zaun schlug. Ihm
wurde bewusst, dass es einfacher war, Nägel in den Zaun zu hämmern, als auszurasten.
Eines Tages war es schließlich so weit, dass er überhaupt nicht mehr ausrastete. Ganz
stolz teilte er das seinem Vater mit. Der Vater nahm ihn bei der Hand und ging mit ihm
zum Zaun: „Von nun an machen wir es so: Für jeden Tag, den du nicht ausrastet, darfst
du einen Nagel wieder aus dem Zaun ziehen.“ Der Bub war wieder einverstanden.
Wieder vergingen mehrere Tage, bis der Junge zu seinem Vater lief und ihm mitteilte,
dass nun keine Nägel mehr im Zaun sind. Der Sohn freute sich sehr.
Gemeinsam gingen sie zum Zaun. Der Vater sagte zu ihm: „Ich bin sehr stolz auf dich.
Das hast du toll gemacht. Aber schau dir die vielen Löcher im Zaun an, die die Nägel

hinterlassen haben. Der Zaun ist nicht mehr der, der er einmal war.“
Der Junge stimmte seinem Vater zu. Der Vater fuhr fort: „Denk daran, wenn du das
nächste Mal wütend etwas zu anderen Menschen sagst. Deine Worte könnten Narben hinterlassen, so wie diese Nägel Spuren im Zaun hinterlassen haben. Auch wenn du dich entschuldigt, die Narben bleiben.“
Autor unbekannt aus:http://netzwerke.oegb.at

 

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Die Schüssel mit dem Sprung

 


Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug. Damit ging sie täglich Wasser holen.
Eine Schüssel hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste.
Am Ende der langen  Wanderung vom Fluss zum Haus der Frau war die kaputte Schüssel jedoch immer nur noch halbvoll.

 

Zwei Jahre geschah dies täglich: die alte Frau brachte immer nur eineinhalb Schüsseln Wasser mit nach Hause.

 

Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die andere Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht war.
Nach diesen zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: „Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft.“

 

Die alte Frau lächelte. „Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der anderen Seite nicht? Ich habe auf deiner Seite Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause gehen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren.“

 

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber es sind die Macken und Sprünge, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen, die uns von anderen unterscheiden. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.

 

An alle mit „einem Sprung in der Schüssel“, habt einen wundervollen Tag und vergesst nicht, den Duft der Blumen auf eurer Seite zu genießen!

 

(aus: BOLK Skriptum Angelika Gmachl-Pammer)

 

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Eine Geschichte über Toleranz und Vorurteile

 

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Die nachfolgende Geschichte hat sich auf einem Flug von Britisch Airways zwischen Johannesburg und London tatsächlich ereignet:     

 Eine weiße Frau um die fünfzig setzt sich neben einen Schwarzen. Sichtlich verwirrt ruft sie die Flugbegleiterin.

Flugbegleiterin: „Was haben Sie für ein Problem, gnädige Frau?“
Die weiße Frau: „ Ja sehen Sie das nicht? Man hat mich neben einem Neger platziert! Ich halt`s nicht aus, neben so einem ekelhaften Wesen zu sitzen. Geben Sie mir bitte einen anderen Platz!!“
Die Flugbegleiterin: „Beruhigen Sie sich. Es sind fast alle Plätze im Flugzeug besetzt. Aber ich schau mal nach, ob etwas frei ist.“

 

Die Flugbegleiterin geht und kommt nach ein paar Minuten zurück. „Gnädige Frau, wie ich schon vermutet hatte, sind in der Economy -Klasse keine Plätze mehr frei. Ich habe mit dem Captain gesprochen und er hat mir bestätigt, dass auch in der Business – Klasse nichts mehr frei ist. Allerdings hätten wir noch einen freien Platz in der First- Class.“

 

Bevor die Frau auch nur die kleinste Bemerkung machen konnte, spricht die Flugbegleiterin weiter: „Es ist bei unserer Fluggesellschaft absolut ungewöhnlich, einem Economy – Passagier zu erlauben, in der First – Class Platz zu nehmen.

In Anbetracht der Umstände erachtet es der Captain aber als skandalös, jemanden zu zwingen, neben einer so ekelhaften Person zu sitzen.“

 

Die Flugbegleiterin dreht sich zum Schwarzen um und sagt: „Aus diesem Grund, mein Herr, wenn Sie es wünschen, nehmen Sie Ihr Handgepäck, denn es wartet ein Sitz in der First – Class auf Sie.“

 

Die anderen Passagiere, welche die Szene schockiert mitverfolgt hatten, erhoben sich und applaudierten ….

      Liebe weiße Freunde:

 

  • Als ich auf die Welt kam, war ich schwarz.

  • Als ich größer wurde, war ich schwarz.

  • Wenn ich an die Sonne gehe, bin ich schwarz.

  • Wenn ich Angst habe, bin ich schwarz.

  • Wenn ich krank bin, bin ich schwarz.

  • Wenn ich einmal sterbe, werde ich schwarz sein …

      Während du, weißer Mann …

  • Als du auf die Welt kamst, warst du rosa.

  • Als du größer wurdest, warst du weiß.

  • Wenn du an die Sonne gehst, wirst du rot.

  • Wenn du frierst, bist du blau.

  • Wenn du Angst hast, bist du grün.

  • Wenn du krank bist, bist du gelb.

  • Wenn du einmal stirbst, wirst du grau sein.


Und nach all dem wagst du es noch, mich einen Farbigen zu nennen?!

                         Ich bin gegen RASSISMUS und VORURTEILE!
                                  (Geschichte entnommen aus IV. BOLK - Andrea Gandler)